Wer wir sind und was wir tun
Im Hintergrund läuft ein Video mit verschiedenen Mitarbeitern der Stiftung der Cellitinnen, die bei einer Video-Konferenzschaltung freundlich in die Kamera winken.
Wort des Vorstands
Alexander Holubars, Thomas Gäde, Gunnar Schneider
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
als Vorstand der Stiftung der Cellitinnen freuen wir uns über die große Leistungsfähigkeit unseres Cellitinnen-Verbundes, die auf jeder Mitarbeiterin und auf jedem Mitarbeiter beruht. Ihr Engagement zeichnet uns aus und verleiht den einzelnen Einrichtungen Gewicht.
Dabei haben sich die Rahmenbedingungen in 2026 durch das „GKV-Sparpaket“ der Bundesregierung weiter verschärft. Die Krankenhäuser müssen Millionen Euro einsparen, Tarifsteigerungen der Beschäftigten werden nicht mehr in voller Höhe von den Kostenträgern refinanziert. Nicht erst seit dem Zusammenschluss zur Stiftung der Cellitinnen, Ende 2022, haben wir selbst notwendige Umstrukturierungen vorgenommen und Schwerpunkte zusammengeführt, damit unser Leistungsangebot weitestgehend erhalten und punktuell erweitert werden kann.
Bei der Ausgestaltung unseres Portfolios möchten wir Sie alle mitnehmen: als Mitarbeitende, als Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und Bewohner sowie als Kundinnen und Kunden. Deshalb haben wir zu Ihrer Übersicht und Transparenz den digitalen Jahres- und Imagebericht erstellt. Er liefert Ihnen zahlreiche Informationen und Kennzahlen des Unternehmens. Mit Vorlage der jährlichen Prüfungsberichte werden wir ihn regelmäßig aktualisieren und ergänzen.
Wir wünschen Ihnen eine spannende Entdeckungsreise durch unsere neue Website.
Thomas Gäde
Vorstandsvorsitzender
Alexander Holubars
Vorstand
Gunnar Schneider
Vorstand
einfach da sein
Klingt selbstverständlich? Ist anspruchsvoll!
Unsere christliche Unternehmenskultur lässt sich mit einfach da sein treffend zusammenfassen. Dies bedeutet, mit allen Menschen vorbehaltlos umzugehen und für ihre Belange da zu sein. einfach da sein meint also weit mehr als physisch anwesend zu sein. Es bedeutet, sich in den Auftrag der Cellitinnenschwestern zu stellen, auf deren Grundsatz diese Aussage zurückgeht.
Wie schon für unsere Schwestern bei deren Ordensgründungen in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts bilden christliche Werte für uns die Grundlage und Motivation allen Handelns. Sie lauten: Herzlichkeit, Persönliche Zuwendung, Dankbarkeit, Verantwortungsbewusstsein, Bescheidenheit, Wahrhaftigkeit, Gemeinschaft und Gelassenheit.
Diese Grundwerte helfen uns dabei, die besondere Unternehmenskultur spürbar und erlebbar zu machen. In unseren Einrichtungen finden sie ihre Ausgestaltung in der Christlichen Orientierung bzw. den Leitbildern.
Aus den Werten haben wir Komplimente für jeden Tag abgeleitet, womit Sie Ihre Mitmenschen erfreuen können.
Unser Potenzial:
über 14.000 kluge Köpfe
Balkendiagramm mit Mitarbeiterzahlen in 4 Kategorien:
Gesamt: 2023 = 13651, 2024 = 13688.
Krankenhäuser: 2023 und 2024 = 8014.
Seniorenhäuser: 2023 = 4205, 2024 = 4310.
Weitere Einrichtungen: 2023 = 1337, 2024 = 1432.
Insgesamt ist der Wert 2024 höher als 2023 in den meisten Kategorien.
13.756
14.181
2024
2025
Gesamt
8.052
8.404
2024
2025
Krankenhäuser
4.310
4.369
2024
2025
Pflegeeinrichtungen
1.432
1.408
2024
2025
Weitere Einrichtungen
über 14.000 kluge Köpfe
Die Stiftung der Cellitinnen ist ein starker Verbund mit rd. 14.000 Mitarbeitenden an 90 Standorten. Trotz Fachkräftemangels und einer angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt konnten wir einige neue Kolleginnen und Kollegen für Aufgaben in unseren Einrichtungen gewinnen.
Gesamt
13.756
2024
14.181
2025
Krankenhäuser
8.052
2024
8.404
2025
Pflegeeinrichtungen
4.310
2024
4.369
2025
Weitere Einrichtungen
1.432
2024
1.408
2025
Betten- und Patientenzahlen
2024
2025
* Anzahl stationäre Pat. inkl. Hybrid DRGs
Umsatz der Stiftung der Cellitinnen
Umsatz der Stiftung der Cellitinnen
in Mio. Euro (konsolidiert)
2024
Highlights
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Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis: Ausbau GeriatrieDem Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis wurde im Zuge der Krankenhausplanung NRW die Behandlung weiterer geriatrischer Patienten zugesprochen. Um diese in einem modernen Umfeld behandeln und pflegen zu können, hat im April 2025 mit der Station Barbara die 3. geriatrische Station des Lindenthaler Krankenhauses den Betrieb aufgenommen.
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Nachhaltigkeits-Preis für Marienborner PersonalpolitikMit der Auszeichnung »Social Entrepreneur« hat der Kreis Euskirchen Unternehmen geehrt, die sozial vorbildlich agieren. Dabei schaffte es die Personalpolitik der MARIENBORN gGmbH auf Platz 3. Die Jury lobte die fairen Arbeitsbedingungen, die gelebte Inklusion, die langfristige Mitarbeiterförderung sowie die ethische Haltung.
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25 Jahre Hospiz St. MarienAm 29. März 2025 lud das Cellitinnen-Hospiz St. Marien zur 25-Jahrfeier ein. Nach der Jubiläumsmesse im Haus ging die Feier in den „Tag der Offenen Tür“ im Mariensaal über. Das Hospiz war im Jahr 1999 im St. Vinzenz-Hospital gegründet worden. 2018 wurde der Neubau an der Simon-Meister-Straße in Nippes eingeweiht.
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Spezialklinik für ParkinsonbehandlungSeit Frühjahr 2025 ist die Klinik für Neurologische und Fachübergreifende Frührehabilitation am Cellitinnen-Krankenhaus St. Marien als Parkinson-Fachklinik zertifiziert. Damit wurden die hohen Qualitätsstandards im Bereich der Diagnostik und Therapie der Parkinson-Krankheit bestätigt. Zum Angebot gehören die Diagnose und die medikamentöse Einstellung in jedem Stadium der Erkrankung sowie die Betreuung durch Parkinson-Nurses, beispielsweise beim Tischtennis spielen oder der Box-Therapien nach Lee Silverman.
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Das „Amadi-Projekt“Die Cellitinnenschwestern wollen Mädchen in der Demokratischen Republik Kongo eine Perspektive geben. Zum Bau eines Wohnheims in Amadi sind 110.000 Dollar (rd. 95.000 Euro) erforderlich. Das Engagement vieler Mitarbeitender hat entscheidend dazu beigetragen, diese Summe innerhalb eines halben Jahres zusammenzubringen. Allen Unterstützern sagen die Schwestern herzlichen Dank!
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Fuß- und Sprunggelenkzentrum der MaximalversorgungDas Fuß- und Sprunggelenkzentrum der Betriebsstelle St. Antonius des Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius ist seit Mai 2026 Zentrum der Maximalversorgung. Damit ist es das erste im Cellitinnen-Verbund, das zweite in Köln und eines von insgesamt 16 in ganz Deutschland. Grundlage für die Hochstufung ist die Anzahl der operierten Füße. Mit der Zertifizierung wird zudem bestätigt, dass die Abteilung die hohen Qualitätsansprüche u.a. der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk e.V. erfüllt.
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Konzept „Lebensluft“Im Kölner Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen arbeiten zwei Expertenteams eng verzahnt zusammen: das ärztliche und therapeutische Team der Klinik für Pneumologie, Allergologie sowie der Schlaf- und Beatmungsmedizin und das pflegerische Team der Cellitinnen-Marienborn Beatmungspflege St. Severinus. Gemeinsamen versorgen sie Patientinnen und Patienten, die von der künstlichen Beatmung entwöhnt werden, um wieder selbstständig atmen zu können.
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Gemeinsame Werte verbindenDie Grundlage der Stiftung der Cellitinnen und ihrer Einrichtungen bilden Claim, Grundwerte und Leitbilder/Christliche Orientierung. Der Claim „einfach da sein“ wird inhaltlich durch die Grundwerte ergänzt. Für einzelne Geschäftsbereiche oder Einrichtungen gelten zudem selbst erarbeitete Leitbilder sowie die Christliche Orientierung.
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Spatenstich am SophienhofDie Cellitinnen-Wohnanlage Sophienhof in Niederzier erhält eine Tagespflege für 20 Gäste sowie weitere 35 Servicewohnungen. Dazu erfolgte Ende August der lang ersehnte Spatenstich. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
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Wiedereröffnung der Onkologischen Ambulanz am St. PetrusNach einem massiven Wasserschaden im Vorjahr musste die Anlaufstelle für krebskranke Patientinnen und Patienten von Grund auf saniert werden. Anfang September erfolgte die Wiedereröffnung: Die helle, freundliche und funktionale Onko-Ambulanz bietet jetzt eine angenehme Umgebung und hochmoderne Behandlungsmöglichkeiten.
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Kardinal-van-Thuân-ForumEnde September fand das 2. Kardinal-van-Thuân-Forum im Mutterhaus der Cellitinnen statt. Der vietnamesische Geistliche hatte zu Studienzeiten bei den Cellitinnen gewohnt und blieb den Schwestern zeitlebens – auch während seiner 13jährigen Gefangenschaft in Vietnam – verbunden. Seine Briefe aus dem Gefängnis, zusammengestellt in dem Band „Hoffnungswege“, wurden anlässlich des Forums neu ins Deutsche übersetzt und publiziert.
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Kampagne: Fair ist gesundMit einer gemeinsamen Aktion aller freigemeinnütziger Krankenhäuser Kölns wird seit Anfang November 2025 auf die finanzielle Ungleichbehandlung von Kliniken hingewiesen. Die Stadt Köln gleicht jährlich millionenschwere Verluste einseitig für kommunale Häuser aus, obwohl alle Krankenhäuser für die Daseinsvorsoge der Bevölkerung einstehen.
Social Media-Aktivitäten
Bleiben Sie auf dem Laufenden: Hinter jeder Einrichtung stehen Menschen, die täglich mit Herz und Engagement arbeiten – und genau das möchten wir mit Ihnen teilen. Auf unseren Instagram-Kanälen berichten unsere Häuser über Neuigkeiten, Veranstaltungen und geben Einblicke in den Pflegealltag. Schauen Sie vorbei und folgen Sie uns!
Nachhaltigkeit – Unser Verständnis von der Bewahrung der Schöpfung
Nachhaltigkeit bedeutet, verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen, um die Welt für zukünftige Generationen lebenswert zu erhalten. Es ist unsere Verantwortung als christlicher Träger, die Bewahrung unserer Schöpfung zu fördern, damit Natur, Umwelt und Lebensräume geschützt werden.
Indem wir bewusst handeln und nachhaltige Entscheidungen treffen, tragen wir dazu bei, die Balance zwischen erforderlichem Fortschritt und dem Schutz unserer Umwelt zu gewährleisten. Nur gemeinsam können wir eine nachhaltige Zukunft gestalten. Deshalb haben wir in unserer Stiftung der Cellitinnen mit ihren über 90 Einrichtungen bereits zahlreiche Projekte initiiert, unterstützt und begleitet, die auf unterschiedlichen Ebenen die Nachhaltigkeit unserer Unternehmungen verfolgen.
Photovoltaikanlage (PV)
auf dem Flachdach des Cellitinnen-Krankenhauses St. Marien in der Kölner Innenstadt. Dank einer großzügigen Spende konnte das Hospital auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage im Wert von 150.000 Euro installieren. Für eine saubere und klimafreundliche Energieversorgung spielt die Solarenergie eine herausragende Rolle. Mehr noch als über die anderen Technologien der erneuerbaren Energie können Menschen und Unternehmen mittels der Solarenergie aktiv an der Energiewende teilhaben.
In der Spitze wird die Anlage eine Leistung von knapp 100.000 Watt erreichen. Der selbst erzeugte Solarstrom kann durch Eigenverbrauch direkt im Haus eingesetzt werden. Für jede selbst genutzte Kilowattstunde Strom spart das Krankenhaus den Zukauf von Strom beim Versorger.
PV-Anlagen arbeiten umweltfreundlich, es kommt dabei zu keinerlei Freisetzung von Feinstaub oder dem Treibhausgas CO₂ und das Umwandeln von Sonnenenergie in Strom erfolgt komplett geräuschlos – gut für Patienten und Mitarbeiter. Die Anlage ist für das Haus ein großer Schritt in Richtung „Green Hospital.“
Eine weitere Photovoltaikanlage wurde auf dem Cellitinnen-Seniorenhaus Burg Ranzow in Kleve-Materborn installiert. Auch sie wurde durch Spendengelder ermöglicht. Die Anlage trägt wesentlich zu umweltfreundlicher Energiegewinnung für den Standort bei.
Auf den Dächern des Wuppertaler Cellitinnen-Krankenhauses St. Petrus wurde 2024 eine Photovoltaikanlage installiert. Die Maßnahme ist Teil des fortlaufenden Nachhaltigkeitsbemühungen und kostete rd. eine halbe Million Euro, die vom Land NRW gefördert wurden. Die PV-Anlage deckt ca.15 % des Eigenstrombedarfs des Krankenhauses ab. Eine Wärmepumpe trägt darüber hinaus zu umweltfreundlicher Energiegewinnung bei.
Recycling von Narkosegasen
Ein spezifisches Krankenhausthema ist der Einsatz von Narkosegasen, die nach ihrer Nutzung normalerweise als Abluft in die Umwelt abgegeben werden. Doch sind diese Gase klimaaktiv, d. h. sie tragen wie CO₂- zur Erderwärmung bei. Durch den Einsatz klimafreundlicherer Anästhetika und das Recycling der Gase, konnte der Ausstoß deutlich reduziert werden.
Mit dem Projekt GreenFlow leistet beispielsweise das Cellitinnen-Krankenhaus St. Franziskus in Köln-Ehrenfeld einen nachhaltigen Beitrag zur Senkung von CO₂-Emissionen im Krankenhaus: rd. 600 Tonnen Kohlendioxid werden so eingespart.
Müllvermeidung
Aufgrund der hohen hygienischen Anforderungen im Krankenhaus ist Müll oft nicht vermeidbar. Umso wichtiger ist es, auf dem Weg zum „Green Hospital“ zu prüfen, wo Abfälle eingespart werden können. Seit 2023 gibt es in den Cellitinnen-Krankenhäusern Mehrwegbecher für Getränke aus recyclebaren Rohstoffen und die Möglichkeit, eigene Boxen für das Essen aus der Cafeteria selbst mitzubringen. Das Plastikbesteck wurde zugunsten von Löffeln, Gabeln und Messern aus Holz ausgewechselt.
Energieverbrauch senken
Das Cellitinnen-Krankenhaus Maria-Hilf in Bergheim hat auf jeder Station Wasserspender zur Versorgung von Patienten und Mitarbeitenden installiert. Zudem wurden wiederverwendbare Flaschen eingeführt, die im Gegensatz zu Einmal-Bechern nachhaltiger sind. Die Mitarbeitenden achten darüber hinaus auf das Ausschalten des Standby-Betriebs, wenn die elektrischen Geräte nicht genutzt werden.
Außerdem wurden in mehreren Cellitinnen-Krankenhäusern, u.a. Maria Hilf, Heilig Geist, Petrus weite Teile der Leuchtmittel durch energiesparende LED-Technik ersetzt.
Business Bike
Wer nicht nur etwas für die Umwelt, sondern auch für seine eigene Gesundheit und Fitness tun möchte, kann ein Dienstfahrrad zum uneingeschränkt privaten Gebrauch leasen. Egal ob E-Bike, Hollandrad oder Rennrad, die Raten werden vor der Versteuerung vom Gehalt abgezogen und eine Vollkaskoversicherung inklusive Diebstahlschutz gehört ebenfalls zum Paket.
Das Cellitinnen-Krankenhaus Heilig-Geist in Köln-Longerich hat als besonderen Service eine Fahrradreparatursäule installiert. Sie steht allen Radfahrern für Luftdruckmessung und für kleinere Reparaturen mit verschiedenen Werkzeugen kostenlos zur Verfügung.
Klimafreundliche Baumaßnahmen
Der Neubau an der Cellitinnen-Wohnanlage Sophienhof in Niederzier mit 35 Wohneinheiten und einer Tagespflege erfolgt aus klimafreundlichen Materialien und ist ökologisch nachhaltig. Das Gebäude wird als KfW-Effizienzhaus 55 errichtet, d.h. in der Folge: Es wird einen besonders niedrigen Energieverbrauch haben. Im Vergleich zum gesetzlichen Neubaustandard ist das KfW-Effizienzhaus 55 um 45 Prozent sparsamer.
Ressourcenschonung im medizinischen Alltag
Besonders im Bereich der Kreislaufwirtschaft konnte der Wuppertaler Klinikverbund St. Petrus und St. Josef Erfolge erzielen. Im Rahmen eines optimierten Abfallmanagements werden Abfallströme analysiert, stofflich verwertet und dem Recycling zugeführt. Ein weiteres Beispiel aus dem Klinikalltag: OP-Schuhe werden nach Gebrauch nicht mehr weggeworfen, sondern direkt an den Hersteller zurückgegeben und dem Produktionskreislauf erneut zugeführt.
Klimamanagement
Einige Cellitinnen-Krankenhäuser wie der Klinikverbund St. Petrus und St. Josef sowie das Krankenhaus Heilig Geist haben Mitarbeitende zu Klimamanagen weitergebildet. Sie leiten Arbeitsgruppen zum Thema Klima- und Nachhaltigkeitsmanagement, koordinieren Projekte und Kooperationen. Außerdem überprüfen sie Prozesse und definieren Standards neu, um Klimaziele und Zertifizierungen zu erreichen.
Selbstverpflichtung zur Erreichung von Klimaneutralität
Im Juni 2025 hat das Cellitinnen-Krankenhaus St. Marien die ‚Freiwillige Selbstverpflichtung zur Erreichung von Klimaneutralität bis 2040‘ unterzeichnet. Sie verpflichtet dazu, aktiv zum Schutz von Umwelt und Gesundheit beizutragen: „Als Krankenhaus erkennen wir unsere besondere Verantwortung für den Klimaschutz an. Mit unserer Selbstverpflichtung bekennen wir uns zu den Klimaschutzzielen der Bundesrepublik Deutschland, der Caritas und unserer Schöpfungsverantwortung“, so Geschäftsführer Jan Patrick Glöckner.
Gemeinsame Kampagne für Klimaschutz
Das Bündnis „Klimaschutz im Krankenhaus ist Zukunft“ führt 12 Handlungsfelder auf, in denen Kliniken tätig sind, um zum Schutz der Umwelt beizutragen:
1. Klimaschutzmanagement
2. Photovoltaik
3. Wärme- und Kälteerzeugung
4. Gebäudehüllen
5. Heizungspumpen
6. Lüftungsanlagen
7. Ohne Auto zum Krankenhaus
8. Ausbau E-Mobilität
9. LED-Beleuchtung
10. Narkosegase
11. Einkauf
12. Speisenversorgung
Platzzahlen Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen z. hl. Maria und MARIENBORN gGmbH
1.873
1.892
2024
2025
Vollstationäre Pflege
71
52
2024
2025
Kurzzeitpflege
89
89
2024
2025
Tagespflege
1.054
1.054
2024
2025
Voll-/Teilstationäre Pflege
16
16
2024
2025
Kurzzeitpflege
16
16
2024
2025
Tagespflege
Psychiatrie /
Seelische Gesundheit
Besondere Wohnformen/ Betreutes Wohnen
319
319
2024
2025
Voll-/Teilstationäre Pflege
263
253
2024
2025
Voll-/Teilstationäre Pflege
Platzzahlen Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen z. hl. Maria und MARIENBORN gGmbH
Vollstationäre Pflege
1.873
2024
1.892
2025
Kurzzeitpflege
71
2024
52
2025
Tagespflege
89
2024
89
2025
Voll-/Teilstationäre Pflege
1.054
2024
1.054
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Kurzzeitpflege
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2024
16
2025
Tagespflege
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2025
Psychiatrie / Seelische Gesundheit
319
2024
319
2025
Besondere Wohnformen / Betreutes Wohnen
263
2024
253
2025
Die Lage der Stiftung der Cellitinnen und ihrer Einrichtungen im Jahr 2025
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2025 war weiterhin von geopolitischen Unsicherheiten sowie einer insgesamt schwachen konjunkturellen Dynamik geprägt. In Deutschland ist die Inflationsrate im Jahresverlauf zurückgegangen. Die Binnennachfrage ist gestiegen und hat zu einem leichten wirtschaftlichen Wachstum geführt.
Die Rahmenbedingungen für unsere Einrichtungen
Das Jahr 2025 war für die Gesundheitswirtschaft eine Zeit wachsender Herausforderungen. Trotz einer gegenüber den Vorjahren verbesserten Energieversorgungslage blieb eine nachhaltige Erholung der Weltwirtschaft aus. Mit der Umsetzung des „Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes“ erfolgt seit 2025 eine schrittweise Abkehr vom bisherigen Vergütungssystem, welches auf Leistungen an Patienten in Planbetten (Krankenhausplanung NRW) basierte. Nunmehr stehen die Krankenhäuser im Wettbewerb um Aufgabenbereiche, sog. Leistungsgruppen, die sie aufgrund von Spezialisierungsgraden und Mindestmengen zugewiesen bekommen. Dies gefährdet die flächendeckende Grundversorgung und erschwert die wichtige Daseinsvorsorge medizinischer Leistungen für die Menschen vor Ort.
Trotz der Reglementierungen und Herausforderungen konnten die Krankenhäuser der Hospitalvereinigung der Cellitinnen in einigen Bereichen ihr medizinisches Leistungsspektrum ausbauen und ihre Marktposition stärken. Wichtige Weichenstellungen dafür erfolgten bereits in den vergangenen Jahren, auch im Rahmen des Zusammenschlusses der Stiftung der Cellitinnen z. hl. Maria mit dem Stiftung der Cellitinnen e.V. (2022/23). Die Einrichtungen der Altenhilfe profitieren von der anhaltenden Nachfrage und bauen ihren tagespflegerischen Angebote aus. In allen Geschäftsfeldern ist weiterhin der Fachkräftemangel spürbar, dem die Einrichtungen durch zahlreiche Maßnahmen, wie beispielsweise im Krankenhausbereich dem Flexpool „Pflegejoker“, begegnen.
Hospitalvereinigung der Cellitinnen
Die wirtschaftliche Situation bundesdeutscher Kliniken ist weiterhin angespannt. Weitere Krankenhäuser haben im Laufe des Jahres Insolvenz angemeldet, wurden zusammengelegt oder geschlossen; Planbetten für die stationäre Versorgung der Bevölkerung wurden abgebaut.
Nach einer Studie des DKI klassifizierten nur 6,0 Prozent der Krankenhäuser ihre wirtschaftliche Lage als gut (Vorjahr: 5,0 Prozent). Für das Jahr 2025 prognostizieren 14,0 Prozent (Vorjahr: 23,0 Prozent) der Krankenhäuser einen Jahresüberschuss und 16,0 Prozent (Vorjahr: 11,0 Prozent) ein ausgeglichenes Ergebnis. Wie schon in den vergangenen Jahren zeigt die Studie auch im Jahr 2025 dabei ein negatives Bild und beschreibt eine sehr angespannte Lage in den Krankenhäusern. Drei von vier Kliniken schreiben bereits rote Zahlen.
Insgesamt zielen die reformpolitischen Maßnahmen auf Landes- und Bundesebene darauf ab, dass Leistungen konzentriert und die Anzahl der Krankenhausstandorte reduziert werden. Möglichkeiten zur Leistungssteigerung sind für Krankenhäuser angesichts des Wettbewerbs, der begrenzten Personalressourcen, der Regulierungsdichte und der weitergehenden Ambulantisierung Grenzen gesetzt. Entsprechend fallen nach der DKI-Studie die Zukunftserwartungen der somatischen Krankenhäuser insgesamt durchwachsen aus. Nur 13,0 Prozent (Vorjahr: 6,0 Prozent) erwarten eine Verbesserung, jedoch 44,0 Prozent (Vorjahr: 65,0 Prozent) der Krankenhäuser eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Situation.
Neben der weiterhin unzureichenden Förderung der Investitionen sind in den zurückliegenden Jahren die Betriebskosten inflationsbedingt deutlich stärker gestiegen als die stationären Erlöse. Im Zeitraum zwischen dem Jahr 2022 und 2025 wurden 10,66 % der Kosten im Krankenhaus aufgrund der unzureichenden Anpassung der Landesbasisfallwerte nicht refinanziert. Ohne rückwirkende Korrekturen wird diese Finanzierungslücke zukünftig fortgeschrieben werden.
Durch die unzureichende Betriebs- und Investitionskostenfinanzierung haben in den letzten Jahren zunehmend Kommunen die Defizite kommunaler Krankenhäuser ausgeglichen. Im Jahr 2024 haben kommunale Träger deutschlandweit bis zu 5 Milliarden Euro an Unterstützungs- und Defizitausgleichs-Leistungen an öffentliche Krankenhäuser gezahlt, um sie zu erhalten. Dies führt dauerhaft zu einem Wettbewerbsnachteil für nicht-kommunale Krankenhäuser, die nicht über eine solche Finanzierung verfügen. Freigemeinnützige Träger haben in mehreren Städten auf diesen Missstand aufmerksam gemacht und eine rechtliche Überprüfung eingeleitet. In Köln haben wir die Kampagne „Fair-ist-gesund“ gemeinsam mit anderen Trägern ins Leben gerufen, die sich gegen eine selektive Sonderfinanzierung kommunaler Krankenhäuser einsetzt.
Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria
Die Seniorenhaus GmbH der Cellitinnen zur hl. Maria ist Trägerin von 24 Seniorenhäusern und ambulanten Diensten zwischen Kleve und Trier. Aufgrund ihrer hohen Qualitätsstandards und der demografischen Entwicklung erfreuen sich die Einrichtungen konstant hoher Nachfrage.
In der teilstationären Pflege sind schwankende Auslastungen zu beobachten, für die erweiterte Konzepte zu entwickeln sind. In Niederzier erfolgte 2025 der Spatenstich für den Neubau an der Wohnanlage Sophienhof, um weitere Servicewohnangebote am Standort zu schaffen sowie Tagespflegeplätze einzurichten.
MARIENBORN gGmbH
Für die MARIENBORN gGmbH mit einem Schwerpunkt auf Leistungen für Menschen mit Behinderungen hat sich der Bereich zur Behandlung psychischer Erkrankungen durch die Integration des St. Agatha Krankenhauses in Köln-Niehl (heute: Fachklinik für Seelische Gesundheit) verstärkt. Die wirtschaftliche Entwicklung der Fachkliniken in Köln und Zülpich ist geprägt von der Krankenhausplanung in NRW, der Finanzierung der Personalkosten sowie von den Auswirkungen des Fachkräftemangels. Darüber hinaus sind noch immer Nachwirkungen der Pandemie und der Flutkatastrophe (Ahr, Erft) spürbar.
Im Bereich der teilstationären Versorgung wurden der Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Zülpich zusätzliche tagesklinische Belegungstage zugesprochen. Nach Klärung der Räumlichkeiten laufen entsprechende Anträge zur Refinanzierung.
In der Behindertenhilfe erfolgte die Integration der Leistungen des Aachener Vereins in die MARIENBORN gGmbH. So laufen derzeit in Stolberg die Planungen für den Bau zweier Gebäude zu Wohn- und Therapiezwecken. Bisher sind sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner der besonderen Wohnformen als auch die Klientinnen und Klienten des ambulant betreuten Wohnens ausschließlich in gemieteten Objekten untergebracht.
ProServ Management GmbH
Globale Entwicklungen beeinflussen weiterhin die Preisgestaltung und Verfügbarkeit von Waren für die ProServ Management GmbH. Als erwerbswirtschaftliche Tochter der Stiftung der Cellitinnen übernimmt sie mit ihren Gesellschaften (ProServ Rhein-Erft GmbH, ProServ Instruments GmbH, ProServ Gourmet) spezifische Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern Einkauf, Logistik, Instrumentenaufbereitung sowie Speisenversorgung.
Die Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens stellen weiterhin den wesentlichen Abnehmerkreis der ProServ-Gesellschaften dar. Vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Kosten- und Effizienzdrucks sowie struktureller Veränderungen in der Krankenhauslandschaft besteht weiterhin ein ausgeprägter Bedarf an wirtschaftlichen Lösungen in patientenfernen Leistungsbereichen. Die Konzentration und Spezialisierung des medizinischen Leistungsgeschehens führt dazu, dass Einrichtungen Einsparpotenziale in internen Prozessen ausmachen und bislang selbst erbrachte Leistungen an externe, spezialisierte Dienstleister vergeben.
Accon Krankentransport GmbH
Seit dem 01.01.2026 gehört die Accon Krankentransport GmbH zum Verbund der Stiftung der Cellitinnen. Das Unternehmen wurde 1985 vom geschäftsführenden Gesellschafter Holger Renz mit zwei Fahrzeugen und fünf Mitarbeitenden gegründet und ist seit 1992 ein zuverlässiger Partner der Cellitinnen-Häuser. Heute beschäftigt Accon rund 300 Mitarbeitende, die im Raum Köln, im Rhein-Erft-Kreis, in Leverkusen und Wuppertal im Einsatz sind. Das Leistungsspektrum reicht von klassischen Krankentransporten über die sanitätsdienstliche Betreuung von Veranstaltungen bis hin zum zeitgerechten Transport von Blutkonserven und Laborproben. Mit der Mehrheitsbeteiligung stärkt der Cellitinnenverbund seine Versorgungsstrukturen und setzt auf einen erfahrenen Partner mit langjähriger Expertise.
Organigramm
Rück- und Ausblick des Vorstands der Stiftung der Cellitinnen
Thomas Gäde
Vorsitzender des Vorstands
Thomas Gäde
Herr Gäde, die Stiftung der Cellitinnen und ihre Einrichtungen werden in den zurückliegenden Jahren verstärkt in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Woran liegt dies Ihrer Meinung nach?
Ja, wenn das so ist, freut mich das natürlich. Wir haben hierzu keine Befragungen oder Marktforschung durchgeführt, sodass wir diese Einschätzung nicht wissenschaftlich belegen können. Durch den Zusammenschluss der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria und dem Stiftung der Cellitinnen e. V. (heute: Cellitinnen Augustinus GmbH) unter dem Namen Stiftung der Cellitinnen ist der Verbund sicher auf eine ansehnliche Größe gewachsen. Mit rund 14.000 Mitarbeitenden und 90 Einrichtungen unter einem Dach bieten wir ein breites Spektrum an Gesundheitsleistungen und Karrierechancen an. Das, denke ich, hat sich herumgesprochen.
Hinzu kommt, dass wir den Zusammenschluss genutzt haben, um unsere Markenpolitik zu stärken. Durch die Voransetzung des Wortes „Cellitinnen“ vor jeden Hausnamen haben wir eine einheitliche Identität geschaffen. Gleichzeitig haben wir unsere Logos, Farben und Schriften vereinheitlicht, sodass die Verbindungen zwischen unsere Leistungsangeboten nach außen sichtbarer geworden sind.
Im Trägermagazin „einfachCellitinnen“ wurden die Werte der Stiftung der Cellitinnen in einer Serie vorgestellt. Welche Bedeutung haben sie für die Unternehmensführung?
Wir haben unseren Grundwerten so viel Raum im Trägermagazin eingeräumt, weil sie uns so wichtig sind. Herzlichkeit, Persönliche Zuwendung, Dankbarkeit, Verantwortungsbewusstsein, Bescheidenheit, Wahrhaftigkeit, Gemeinschaft und Gelassenheit bilden die Grundlage unseres Unternehmens, welches wir von den beiden Cellitinnenorden übertragen bekommen haben und in ihrem Sinne fortführen. Ende 2025 haben wir dazu Wandbilder erstellt, die in all unseren Einrichtungen zu finden sind. Darüber hinaus gibt es mit den Compliments-to-go konkrete Möglichkeit des Lobs und der Motivation auf allen Ebenen.
Diese Kultur der Wertschätzung ist mir wichtig. Daher möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihre Arbeit bedanken. Denn nur durch die Vielzahl einzelner Leistungen können wir als Gesamtunternehmen zukunftsfähig bleiben.
Wie zukunftsfähig sind denn die Stiftung der Cellitinnen und ihre Einrichtungen?
Mit unseren unterschiedlichen Geschäftsfeldern reduzieren wir einzelne Risikobereiche und sind gemeinsam gut für die Zukunft aufgestellt. Im Bereich der Cellitinnen Augustinus Gesellschaft, kurz CAG, stehen die Zeichen auf Erweiterung: Die Wohnanlage Sophienhof der Seniorenhaus GmbH bekommt eine Tagespflege und weitere Servicewohnungen und die MARIENBORN gGmbH hat Grundstücke in Stolberg erworben, um dort Wohnbauten für ihre Klienten zu errichten. Im Geschäftsbereich der Hospitalvereinigung mussten wir bedingt durch die Krankenhausplanung NRW in 2025 einige Veränderungen vornehmen. Dazu kann Herr Schneider im Detail mehr sagen…
Gunnar Schneider
Mitglied des Vorstands
Gunnar Schneider
Herr Schneider, zum 01. April 2025 wurde die Krankenhausplanung für Nordrhein-Westfalen in Kraft gesetzt. Welche Auswirkungen hat die Reform auf die Cellitinnen-Krankenhäuser?
Ende 2024 erhielten wir die neuen Feststellungsbescheide vom Land NRW, mit den Vorgaben der Leistungen, die wir künftig erbringen dürfen. Somit mussten wir im Krankenhausbereich bereits zum Jahreswechsel 2024/25 schweren Herzens Einschnitte vornehmen und die Klinik für Urologie am Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis sowie die Klinik für Senologie am Cellitinnen-Krankenhaus Heilig Geist schließen.
Erfolgreich konnten wir vor Gericht für den Wuppertaler Klinikverbund im Eilverfahren erreichen, dass das Cellitinnen-Krankenhaus St. Petrus weiterhin elektrophysiologische Leistungen erbringen darf. Für das Cellitinnen-Krankenhaus Maria Hilf in Bergheim entschied das Verwaltungsgericht Köln – ebenfalls im Eilverfahren, dass die Klinik für Orthopädie weiterhin die Endoprothetik der Hüfte anbieten darf; und für das Cellitinnen-Krankenhaus St. Vinzenz die Fortführung der Leistungsgruppe Leukämie und Lymphome. Entscheidungen der Verwaltungsgerichte in den Hauptsacheverfahren bleiben abzuwarten.
Die Krankenhausplanung in NRW, die Konzentration und Spezialisierung fördert, bringt jedoch auch positive Entwicklungen für unsere Krankenhäuser mit sich, insbesondere für diejenigen, die spezialisierte Leistungsgruppen zugewiesen bekommen haben. Wir gehen davon aus, dass wir in diesen Schwerpunkten in den kommenden Jahren steigende Patientenzahlen verzeichnen werden.
Die Krankenhausplanung fordert die Zentralisierung von Leistungen, der sie mit dem „Flächenstandort“ entsprochen haben. Wie haben Sie das umgesetzt?
Durch die Zusammenführung des Krankenhaus St. Antonius in Köln-Bayenthal mit dem Cellitinnen-Severinsklösterchen in der Südstadt haben wir Ende 2025 einen sogenannten Flächenstandort geschaffen: also ein Krankenhaus an zwei Standorten. So werden Doppelvorhaltungen reduziert und Leistungen dort konzentriert, wo sie mit größter Erfahrung durchgeführt werden. Gleichzeitig bleibt die wohnortnahe Notfallversorgung für die Menschen gesichert und erreichbar. Seit dem 1. Januar 2026 heißt der Standort „Cellitinnen-Severinsklösterchen Krankenhaus der Augustinerinnen und St. Antonius“ und verfügt insgesamt über mehr als 400 Betten.
Die freigemeinnützigen Krankenhäuser in Köln haben sich zu der Initiative „Fair ist gesund“ zusammengeschlossen. Was beabsichtigen Sie mit dieser Aktion?
Alle Krankenhäuser stehen vor denselben wirtschaftlichen Herausforderungen. Die städtischen Kliniken verfügen aufgrund der finanziellen Unterstützung durch die Stadt Köln jedoch über einen klaren wirtschaftlichen Vorteil. Diese Ungleichbehandlung widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz. Wir richten uns mit unserer Initiative nicht gegen die städtischen Kliniken, sondern wollen gemeinsam eine gerechte Krankenhausfinanzierung für Köln entwickeln. Denn die freigemeinnützigen Krankenhäuser sind – ebenso wie die städtischen Kliniken – ein bedeutender Bestandteil der Kölner Gesundheitsversorgung und dem Gemeinwohl verpflichtet. Wir erbringen nicht nur dieselben Leistungen wie die städtischen Kliniken, sondern leisten mit medizinischen Spezialisierungen darüber hinaus einen wichtigen zusätzlichen Beitrag.
Wer sich für das Thema interessiert, dem empfehle ich unsere Website: www.fair-ist-gesund.de
Alexander Holubars
Mitglied des Vorstands (seit 01.01.2026)
Alexander Holubars
Herr Holubars, was fällt Ihnen als neues Mitglied im Vorstand (seit 01.01.2026) in der Stiftung der Cellitinnen auf?
Was mir bereits im Rahmen der Vorstellungsgespräche mit dem Kuratorium auffiel, ist die herzliche und zugewandte Art der Menschen, die hier arbeiten bzw. Verantwortung tragen. Die Arbeitsatmosphäre ist angenehm und sehr einladend.
Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit bei einem privaten Klinikträger bin ich in der Krankenhauswelt zu Hause. Hier freue ich mich auf viele Begegnungen mit neuen Kolleginnen und Kollegen und völlig neue Themengebiete. Bis ich alle Cellitinnen-Krankenhäuser kennengelernt habe, wird es naturgemäß einige Zeit dauern. Derzeit arbeite ich mich in die Budgets ein, sodass ich die Häuser zumindest von der Leistungs- und Ertragsseite her einschätzen kann.
Darüber hinaus lerne ich nach und nach die vielfältigen Leistungsbereiche des Konzerns, die weit über das Krankenhausgeschäft hinausgehen, kennen. Zwar habe ich in den Januarwochen bereits externe Einrichtungen der Seniorenhilfe, Psychiatrie und Eingliederungshilfe besuchen dürfen, aber ich möchte mir im ersten Jahr meiner Tätigkeit von möglichst vielen Cellitinnen-Häusern ein persönliches Bild machen.
Ist für Sie als Krankenhausmanager der „Gemischtwarenladen“ der Stiftung der Cellitinnen überhaupt interessant?
Mehr als das. Es ist ein wesentlicher Grund für meine Entscheidung zu den Cellitinnen zu kommen. Nach 20 Jahren im Krankenhausbereich kenne ich mich in diesem Metier gut aus. Die Seniorenhäuser, Pflegeeinrichtungen sowie die Eingliederungshilfe sind dagegen Neuland für mich und eine echte Herausforderung, die ich gern angenommen habe. Zudem ist gerade ein Komplexträger oder „Gemischtwarenladen“ – wie Sie es nannten – also das breite Leistungsspektrum die Stärke des Konzerns, die wir in Zukunft viel mehr ausspielen können bzw. müssen.
Ökonomisch gesehen ist der Krankenhausbereich der Geschäftsbereich, dessen wirtschaftliche Entwicklung im Rahmen des Gesamtergebnisses erheblich ist. Doch profitiert er von den Schnittstellen zu anderen Leistungsbereichen: sei es zu MVZ, zu den beiden Akademien, zu ambulanten Angeboten oder zu psychosomatischen und Pflegeeinrichtungen.
Als Vorstand fällt uns dreien die Aufgabe zu, die Interessen aller unserer Geschäftsbereiche zu verfolgen, deren Entwicklung zu steuern und sie zu einem gesamtwirtschaftlichen Erfolg zu führen. Da wir dabei in einem Rahmen mit zahlreichen gesetzlichen Vorgaben agieren, die gerne auch mal kurzfristig wechseln, ist das kein einfaches Unterfangen. Aber ich bin sicher, dass dies auch weiterhin gelingen wird.
Vielen Dank. Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.











